09.06.2016

BioRegionUlm zu Gast bei Reinraumtechnik Ulm

Maßgeschneiderte Isolatoren und andere Lösungen für den sicheren Umgang mit hochgiftigen Wirkstoffen präsentierten Mitarbeiter der Reinraumtechnik Ulm 30 Gästen am Firmensitz im Donautal.

Netzwerker der BioRegionUlm informieren sich über Isolatoren.                 Foto: Pytlik

Eingeladen hatte das Ulmer Unternehmen zusammen mit der BioRegionUlm zu einem Netzwerktreffen,  das die Akteure des Biopharma-Clusters zwei Mal im Jahr an unterschiedlichen Orten und bei unterschiedlichen Unternehmen zusammenführt.

Geschäftsführer Dietmar Renz gewährte den Gästen aus Pharma, Biotech und Politik spannende Einblicke hinter die Kulissen des Pharma-Dienstleisters, zu dessen Kunden viele große Pharma-Unternehmen vor allem aus dem deutschsprachigen Raum zählen. Das rund 25 Mitarbeiter zählende Unternehmen bietet von der Planung bis zur Fertigung inklusive Montage alles aus einer Hand an und hat sich auf maßgeschneiderte Lösungen für die (Bio-)Pharma-Industrie spezialisiert. Laminar Flow Systeme, Wiegekabinen, baugebundenen Reinräume,  Lüftungstechnik und der Vertrieb von Reinraumkomponenten zählen zum Portfolio des Unternehmens.


In unmittelbarer Nachbarschaft zu Reinraumtechnik Ulm hat der weltgrößte Generika-Hersteller Teva seine Deutschland-Zentrale. Jürgen Wieland von Teva Biotech, bis vor kurzem unter Merckle Biotec bekannt, informierte die Gäste über die Pläne des Pharma-Riesen,  den Ulmer Standort zum weltweiten Biotech-Zentrum des Konzerns auszubauen. Ende letzten Jahres hatte der Konzern die Pläne öffentlich gemacht.  Der israelische Konzern will einen „höheren dreistelligen Millionenbetrag“ in den Ulmer Standort investieren und bis zu 300 neue Arbeitsplätze schaffen. Wieland berichtete, dass die Baumaßnahmen für das neue Biotech-Zentrum demnächst anlaufen. Seit 2006 entwickelt und fertigt die derzeit etwa 120 Mitarbeiter zählende Merckle Biotec, seit 1.6. 2016 Teva Biotech, Biopharmazeutika. Teva hatte 2010 die ratiopharm-Gruppe inklusive Merckle Biotec übernommen.


Über das anhaltende Wachstum und die damit verbundenen Investitionen der Unternehmen in Ulm, Laupheim (Rentschler und Sartorius Stedim Cellca), Biberach (Boehringer Ingelheim)  oder auch Ravensburg (Vetter Pharma) zeigte sich Otto Sälzle, geschäftsführender Vorstand der BioRegionUlm in seinem Grußwort als Co-Veranstalter sehr erfreut. Die Entscheidung des Teva-Konzerns zugunsten von Ulm sei der Biopharma-Expertise des Teams um Dr. Hermann Allgaier, Chef von Merckle Biotec geschuldet und auch der Tatsache, dass in der BioRegion Jahr für Jahr etwa 1.000 Absolventen aus Berufsschulen, Hochschulen und Universitäten dem boomenden Arbeitsmarkt der Biotech-Industrie zur Verfügung stündhen. (wp, 9.6.2016)