17.04.2018

InnoSüd will Transfer stärken

Der länderübergreifende Hochschulverbund InnoSüd ist am 5. April auf dem Biberacher Campus an den Start gegangen.

14 Millionen Euro für zunächst fünf Jahre fließen in den Ausbau  von Wissens- und Technologietransfer, der als Querschnittsaufgabe in den Hochschulen verankert werden soll.  Umsetzen soll dies eine Tranferagentur, die von Ulm aus im Sommer ihre Arbeit aufnehmen will.

Es hapert beim Transfer in die Anwendung

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer erinnerte in diesem Zusammenhang an das politische Kernproblem, dessen Lösung die Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ anstrebt: Trotz starker Forschung und Entwicklung und reger Patentanmeldung fehlte es  in Deutschland an disruptiven Innovationen, Produkten und Technologien, die den Markt umstürzen.
Der Hochschulverbund, der sich als zentraler Innovationstreiber in der Region versteht, will über Disziplinen hinweg mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Ausgerichtet an den Stärken der Verbundpartner und der regionalen Wirtschaft will InnoSüd in den Themenfeldern Biotechnologie, Energie, Mobilität und Transformationsmanagement eine übergreifende Innovationskultur etablieren.


Die 28 Teilvorhaben der vier Verbundhochschulen wurden in einer Posterausstellung präsentiert. In Workshops wurden diese Projekte möglichen Kooperationspartnern aus der Wirtschaft, sofern diese vor Ort waren, vorgestellt. Die Hochschulvertreter erklärten, mit welchen Methoden (sogenannten Transferformaten) sie die Umsetzung in den vier Themen Biotechnologie, Energie, Mobilität und Tranfermanagement bewerkstelligen wollen. Die Palette reicht vom Personalaustausch, Unternehmensgründung bis hin zu Open Labs oder Reallaboren. 

InnoSüd hat seine Arbeit am 1. Januar 2018 aufgenommen. Dem Verbund stehen 14,2 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren zur Verfügung. Bund und Länder stellen die Mittel im Verhältnis 90:10. Die auf zwei Förderperioden von je fünf Jahren angesetzte Initiative Innovative Hochschule (Gesamtbudget bis zu 550 Millionen Euro) hat 29 Projekte ausgewählt.  

Sechs Projektvorschläge für Gesundheit/Biotechnologie
Aus der bereits seit Jahren erfolgreich praktizierten Zusammenarbeit im Bereich der pharmazeutischen und industriellen Biotechnologien haben die Hochschule Biberach und die Universität Ulm Vertretern der Biopharmazeutischen Industrie sechs Vorhaben vorgestellt. Es sind dies eine Viral Vector Core Facility (Prof. Stefan Kochanek und Astrid Kritzinger, Uni Ulm), anwendungsorientierte Promotionen in der Biomedizin (Prof.es Kerstin Otte und Stefan Kochanek, Hochschule Biberach und Uni Ulm), das Projekt Ausgründungsmentor (PD Dr. Dieter Brockmann, Uni Ulm, Prof. Stefan Kochanek), Next Generation Process Technologies (Prof.es Hesse, Ebert, Kiefer und Otte, Hochschule Biberach), ein Skalierungslabor (Prof.es Frühwirth, Mavoungou, Bretzke und Güttel, Hochschule Biberach und Uni Ulm) sowie das Vorhaben von Prof. Katharina Zimmermann (Hochschule Biberach) mit dem Titel Trialiog Drug Delivery & Medizintechnik.