06.07.2017

Startschuss für Ulmer Biotech-Anlage

Mit einem symbolischen Spatenstich hat der Pharmakonzern Teva die Realisiserungsphase für den Bau einer neuen Biotechanlage am Ulmer Standort im Donautal gestartet. In das Projekt namens Genesis investiert das Unternehmen über 500 Millionen US-Dollar, rund 440 Millionen Euro.

Computerbild: So wird die neue Biotechanlage
zur Herstellung biotechnologischer Wirkstoffe
einmal aussehen.

„Mit diesem Schritt bestätigt die Konzernleitung das Bekenntnis für den Ulmer Standort und dessen wichtige Rolle innerhalb des biotechnologischen Engagements des Konzerns“, so Christoph Stoller, General Manager Teva Deutschland und Österreich. „Als Weltmarktführer bei Generika setzt Teva mit diesem Investment für die Zukunft verstärkt auf den Bereich der biotechnologischen Arzneimittel.“

Bis in den Herbst wird die Baugrube ausgehoben, so dass dann die Grundsteinlegung erfolgen kann. Das neue Biotechgebäude wird 36,5 Meter hoch, auf einer Grundfläche von circa 4.700 m2. Der Kopfteil des neuen Gebäudes dient als Bürobereich und hat acht Stockwerke plus Keller, während der reine Produktionsteil über sechs Stockwerke plus Keller verteilt ist. Die Fertigstellung des neuen Biotechgebäudes ist für Ende 2019 geplant.
Die neue Biotechanlage wird den deutschen Firmensitz der Teva nachhaltig stärken und viele positive Auswirkungen nach sich ziehen. Produziert werden soll ab dem Jahr 2020.

Mit dem neuen Werk will Teva bis zu 300 neue Arbeitsplätze schaffen, vor allem in  Produktion, auch in Qualitätskontrolle und Verwaltung. 50 neue Arbeitsplätze wurden im Projekt-Planungsteam bereits geschaffen.

Herstellung modernster biotechnologischer Wirkstoffe

Am Ulmer Standort befindet sich bereits eine Biotechanlage, aus der in den letzten sechs Jahren schon vier biotechnologisch hergestellte Arzneimittel zur Marktreife gebracht wurden. Die neue Anlage stellt dagegen einen Quantensprung gegenüber der bisherigen dar, sowohl was das bauliche Ausmaß als auch das produzierte Volumen anbelangt.

„Teva ist mit der neuen biotechnologischen Produktion in der Lage, monoklonale Antikörper für eine Vielzahl von Indikationen herzustellen. Diese monoklonalen Antikörper stellen innerhalb der Biopharmazeutika den größten Wachstumsmarkt dar, so Dr. Hermann Allgaier, Geschäftsführer der Teva Biotech in Ulm.

Monoklonale Antikörper „State of the Art“ in der modernen Medizin
Derzeit sind 59 monoklonale Antikörper in Europa zugelassen, laut Paul-Ehrlich-Institut. Die zur Gruppe der Biologika gehörenden Arzneimittel ermöglichen eine zielgerichtete Behandlung und bieten so eine aussichtsreiche Möglichkeit, um therapeutische Lücken zu verringern und damit die Lebensqualität der Patienten in absehbarer Zukunft zu verbessern.

Bereits heute ist der Einsatz von monoklonalen Antikörper gängiger Bestandteil verschiedener Therapien, trotzdem besteht noch Bedarf an intensiver Forschung zu weiteren Therapiemöglichkeiten, insbesondere im Bereich der als unheilbar geltenden Krankheiten.

Nach der erfolgreichen Einführung eines monoklonalen Antikörpers  für Patienten mit eosinophilem Asthma arbeitet Teva nun an einem Einsatz in der Schmerztherapie. (Quelle: Teva GmbH, 30.06.2017)