23.04.2019

Geschäftszahlen 2018: Boehringer Ingelheim wächst und investiert

Boehringer Ingelheim hat im vergangenen Jahr 17,5 Mrd. Euro Umsatzerlöse (plus 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) erzielt. Dies berichtete das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz am Hauptsitz im rheinhessischen Ingelheim. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen mit 3,2 Mrd. (+2,8%) Euro auf 18,1 Prozent des Jahresumsatzes.

Der familiengeführte Konzern verfügt dem Vernehmen nach über eine gut gefüllte Forschungspipeline in Onkologie, fibrotischen und metabolischen Erkrankungen sowie Immunologie.  

Investitionen auf Rekordhoch
Die Investitionen in Sachanlagen waren mit knapp 1 Mrd. Euro (+9%) so hoch wie noch nie. Darunter befindet sich das Biologics Development Center in Biberach, das für 230 Mio. Euro errichtet wird. Vgl. das Opens external link in new windowInterview dazu mit dem Leiter für nichtklinische Entwicklung der Biologicals. 

Das Betriebsergebnis betrug erneut 3,5 Mrd. Euro (- 0,4%), der Konzerngewinn nach Steuern erhöhte sich auf 2,1 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter wuchs nach Angaben des Unternehmens in allen Regionen auf 50.370 (+2%).

Höherer Umsatz bei Humanarzneimitteln
Größter Geschäftsbereich bleiben weiterhin Humanpharmazeutika, die 2018 mit 12,6 Mrd. Euro (+ 5,1 Prozent) 72 Prozent zum Gesamtumsatz beitrugen. Die Erträge aus dem globalen Lizenzgeschäft fielen geringer aus als im Vorjahr und reduzieren das Gesamtwachstum in diesem Bereich auf 3,3 Prozent.
In der Tiergesundheit liegt der Fokus neben Therapeutika auf innovativen Impfstoffen und Antiparasitika für Nutz- und Haustiere. Der Umsatz trug mit 4 Mrd. Euro (+ 5,6 Prozent) einen Anteil von 23 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Biopharmazeutische Auftragsproduktion hält Spitze
Der Geschäftsbereich Biopharmazeutika hielt auch im Geschäftsjahr 2018 seine Spitzenposition im Auftragskundengeschäft und trug 4 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Der Umsatz stieg gegenüber 2017 von 678 Mio. Euro auf 734 Mio. Euro, was einem Wachstum von 8,3 Prozent entspricht. Die Auftragslage hat sich nach Unternehmensangaben weiterhin positiv entwickelt und für eine hohe Kapazitätsauslastung in der biopharmazeutischen Produktion gesorgt.


Die FuE-Investitionen in der Humanpharmazie entsprachen mit 2,8 Mrd. Euro einem Anteil von 22,1% am Umsatz mit Humanpharmazeutika. Für die insgesamt 90 Projekte in allen Phasen der Forschung hat das Unternehmen das Ziel ausgegeben, dass 75 Prozent davon entweder die ersten Moleküle in Ihrer Wirkstoffklasse oder die ersten in einem neuen Therapiegebiet sein sollen.

Positiver Ausblick für 2019
Für das laufende Geschäftsjahr geht Boehringer Ingelheim auf vergleichbarer Basis von einem leichten Wachstum der Umsatzerlöse und weiterhin intensiver Investitionstätigkeit aus. „Allein in Europa planen wir Investitionen von mehr als 3 Milliarden Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre“, so von Baumbach. „Zentrale Voraussetzung dafür sind wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen an unseren europäischen Standorten.“ (Quelle: Boehringer Ingelheim, 17.4.2019)